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Eventrecht im Netz 
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Reiseveranstalter haben eine Reihe von Verkehrssicherungspflichten gegenüber den Reisenden. So sind die Veranstalter verpflichtet, die Vertragshotels regelmäßig hinsichtlich möglicher Gefahrenquellen zu überprüfen. Dabei sind die Örtlichkeiten zum Beispiel auf scharfe Kanten, ungesicherte Erhöhungen oder schwer erkennbare Stufen zu untersuchen und die Vertragshotels gegebenenfalls zur Beseitigung der Gefahrenquellen anzuhalten.

Kommt ein Reiseveranstalter seiner vertraglichen Prüfpflicht schuldhaft nicht nach und wird ein Reisender durch eine solche Gefahrenquelle verletzt, so kann der Reisende gegen den Reiseveranstalter einen Schadensersatz- und Schmerzensgeldanspruch wegen Vertragsverletzung haben.

So hatte das AG Köln (Az.:135 C 497/03) über einen Fall zu entscheiden, indem eine Urlauberin während in einem Vertragshotel auf einer schwer erkennbaren Treppenstufe gestürzt war und sich durch den Sturz zwei Rippenbrüche zuzog.

Das Gericht sprach der Urlauberin in seinem Urteil vom 29.12.2005 einen Schmerzensgeldanspruch in Höhe von 1.500,00 € zu und minderte zudem den Reisepreis um 75 %.