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Eventrecht im Netz 
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Stars haben es nicht leicht. Als bekannte Person muss man sich häufig der Übergriffe als zu fanatischer Fans erwehren. So hatte ein weiblicher Fan nach den Angaben des Managements von Robbie Williams den Sänger permanent belästigt.

Die 39-jährige Frau hatte Williams mit Warnungen vor Außerirdischen überhäuft, die das Idol angeblich töten wollten. Nachdem die Frau bereits außergerichtlich erfolglos zur Unterlassung der als Belästigung empfundenen Warnungen aufgefordert worden war, setzte sich der britische Pop-Sänger gerichtlich gegen seinen Fan zur Wehr.

Der Sänger erwirkte vor dem Landgericht Düsseldorf eine einstweilige Verfügung gegen die Frau. Nach dieser Gerichtsentscheidung wird der weibliche Williams-Fan als Stalkerin betrachtet und muss mindestens 200 Meter Abstand von dem Popstar halten. Sie darf den Sänger nach dem Beschluss des Gerichts auch nicht mit Anrufen, Briefen und E-Mails belästigen.

Hiergegen legte die als Stalkerin Gebrandmarkte, was ihr gutes Recht ist, vor dem Landgericht Düsseldorf Widerspruch ein.

Grund hierfür war, dass die 39-Jährige nach den Angaben ihres Anwalts aufgrund der einstweiligen Verfügung bereits ihren Arbeitsplatz verloren hätte.

In den Medien wurde darauf hin wild spekuliert, ob der Robbie Williams nunmehr persönlich vor Gericht erscheinen würde. Dies ist nach dem deutschen Recht aber nur auf Anordnung des Gerichts erforderlich. Allerdings vertraten die Richter zum Leitwesen aller Fans von „Robbie“ die Auffassung, dass eine solche Ladung nicht erforderlich war, so dass das Rascheln im Blätterwald auch wieder schnell erstarb.

Im Ergebnis lehnten die Düsseldorfer Richter den Widerspruch der Frau unter dem 21.12.2005 ab, so dass die einstweilige Verfügung weiterhin ihre Gültigkeit hat.

Es bleibt abzuwarten, ob der Fall noch weitere Kapriolen schlägt. Rechtlich jedenfalls könnte die Frau noch Schadensersatz wegen des Arbeitsplatzverlustes verlangen, wobei die Chancen hier wohl eher schlecht stehen dürften, da die einstweilige Verfügung wohl zu Recht ergangen ist.

Quellen: www.n24.de und Yahoo Nachrichten